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Siemens Energy stärkt Netzknotenpunkte von Amprion mit zwei STATCOM-Anlagen

Der Anteil erneuerbarer Energien wächst weltweit. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Energiemixes der Zukunft. Doch durch ihre volatile Einspeisung werden die Stromnetze stark beansprucht. Aufgrund der geographischen Anordnung der erneuerbaren Energieerzeugung wächst die Distanz zu den Verbrauchszentren. In Deutschland etwa zwischen den großen Windparks, die im Norden ins Energienetz einspeisen, und den Lastzentren in Süddeutschland oder anderen Landesteilen. All das macht das Übertragungsnetz anfälliger für Spannungsschwankungen und Störungen. Lange haben Großkraftwerke die zur Stabilisierung nötige Blindleistung bereitgestellt. Im Zuge der Energiewende gehen jedoch viele dieser konventionellen Kraftwerke, die mit atomaren oder fossilen Energieträgern betrieben werden, vom Netz
Netzbetreiber wie Amprion errichten daher STATCOM-Anlagen an wichtigen Netzknotenpunkten. Diese leistungselektronischen Kompensationsanlagen gleichen die Spannungsschwankungen aus, indem sie je nach Bedarf die Blindleistung regeln und so die Netzspannung im stabilen Bereich halten. Zudem werden durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung die Leitungen im Netz höher ausgelastet werden, sodass auch der Bedarf an Blindleistungskompensation weiter steigen wird. Dies erfordert STATCOM-Anlagen mit immer höher werdenden Kapazitäten mit bis zu +/- 600 Mvar Blindleistung.
„Der Umbau des Energiesystems erfordert viele einzelne innovative Lösungen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Siemens Energy einen erfahrenen Technologiepartner an unserer Seite haben, der mit uns an einem stabilen Stromnetz für die Zukunft arbeitet“, sagt Dr. Hendrik Neumann, Chief Technical Officer der Amprion GmbH. "Die weltweit leistungsstärksten STATCOM-Anlagen ermöglichen uns, Blindleistung flexibel und effizient bereitzustellen."
„Partnerschaftliche Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg, um die Netze fit für die Energielandschaft von morgen zu machen. Siemens Energy hat für Amprion bereits drei STATCOMAnlagen errichtet. Zusätzlich zum Projekt Gersteinwerk, hat Siemens Energy mit den Projekten Polsum und Rheinau nun zwei weitere Anlagen in der Abwicklung. Wir bedanken uns für das Vertrauen und freuen uns Amprion weiterhin dabei zu unterstützen, das Netz in Deutschland bedarfsgerecht auszubauen und so den Weg für ein klimaverträgliches Energiesystem zu ebnen“, sagt Beatrix Natter, Executive Vice President Transmission bei Siemens Energy.
Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben im Netzentwicklungsplan nun einen MindestZubaubedarf von stationären und regelbaren Kompensationseinheiten zur Blindleistungskompensation berechnet. Dieser regelbare Zubaubedarf wurde mit einer Höhe von 23 bis 28 Gvar ausgewiesen und soll zu einem großen Teil durch STATCOM-Anlagen gedeckt werden. Aufgrund des steigenden Einsatzes leistungselektronischer Betriebsmittel im Netz fordern die Netzbetreiber zudem neuartige Regelungskonzepte mit netzbildendem Verhalten für alle zukünftig zu installierenden STATCOM-Anlagen: sogenannte spannungseinprägende Regelungen. Diese führen zu einem Steuerungsverhalten der Umrichter, das dem von rotierenden Synchrongeneratoren gleicht, wie sie beispielsweise in konventionellen Kraftwerken eingesetzt werden. Ähnlich wie Generatoren könnten STATCOMs mit einer spannungseinprägenden Regelung die Spannung im Netz aus sich selbst heraus konstant stabil halten.
Die Herausforderung: Die heute auf dem Markt verfügbaren STATCOM-Anlagen verfügen noch nicht über diese umfassenden netzstützenden Eigenschaften. Sie nutzen gängige stromeinprägende Regelungen, die für leistungselektronische Betriebsmittel derzeit eingesetzt werden. Technologieunternehmen wie Siemens Energy werden die Regelungsalgorithmen und eventuell die Hardware entsprechend weiterentwickeln. Die neuen STATCOM-Anlagen, die Siemens Energy in Polsum und Rheinau schlüsselfertig errichten wird, werden über diese neuen netzstützenden Eigenschaften verfügen.
Siemens Energy ist Marktführer in Bezug auf Anzahl und installierte Gesamtleistung der weltweit installierten STATCOM-Systeme mit modularer Multilevel-Stromumrichter-Technologie (basierend auf Siemens Energy SVC PLUS).
STATCOM

Die STATCOM-Anlage in Kriftel ist eine der drei STATCOM-Anlagen, die Siemens Energy bereits für Amprion in Deutschland errichtet hat. Zusätzlich zum Projekt Gersteinwerk, hat Siemens Energy mit den Projekten in Polsum und Rheinau nun zwei weitere Anlagen in der Abwicklung. Sie werden zu den leistungsstärksten Anlagen weltweit gehören.

Siemens Energy gehört zu den weltweit führenden Unternehmen der Energietechnologie. Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit seinen Kunden und Partnern an den Energiesystemen der Zukunft und unterstützt so den Übergang zu einer nachhaltigeren Welt. Mit seinem Portfolio an Produkten, Lösungen und Services deckt Siemens Energy nahezu die gesamte Energiewertschöpfungskette ab – von der Energieerzeugung über die Energieübertragung bis hin zur Speicherung. Zum Portfolio zählen konventionelle und erneuerbare Energietechnik, zum Beispiel Gas- und Dampfturbinen, mit Wasserstoff betriebene Hybridkraftwerke, Generatoren und Transformatoren. Mehr als 50 Prozent des Portfolios sind bereits dekarbonisiert. Durch die Mehrheitsbeteiligung an der börsennotierten Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) gehört Siemens Energy zu den Weltmarktführern bei Erneuerbaren Energien. Geschätzt ein Sechstel der weltweiten Stromerzeugung basiert auf Technologien von Siemens Energy. Siemens Energy beschäftigt weltweit mehr als 90.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 90 Ländern und erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von ca. 27,5 Milliarden Euro.www.siemens-energy.com.
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Kontakt

Christina Hümmer

Siemens Energy

+49 152 07158923